Restaurierung & Pflege mechanischer Uhren
Die Kunst, alte Uhren wieder zum Schlagen zu bringen.
Eine antike Uhr ist ein Stück angewandter Ingenieurskunst - Messing, Stahl und Geduld. Dieses Nachschlagewerk erklärt, wie mechanische Uhrwerke aufgebaut sind, was an ihnen typischerweise versagt und wie man sie behutsam und fachgerecht instand setzt.
Wo man beginnt
Sechs Felder, ein Handwerk
Wer eine alte Uhr verstehen und erhalten will, bewegt sich zwischen Mechanik, Materialkunde und Geschichte. Die folgenden Kapitel führen Schritt für Schritt hinein.
Uhrentypen
Von der Standuhr über die Comtoise und den Wiener Regulator bis zur Taschenuhr - Bauformen, Epochen und ihre Besonderheiten.
Mehr erfahren → Kapitel 02Häufige Defekte
Verharztes Öl, ausgeschlagene Lager, gebrochene Zugfedern und Hemmungs- fehler: die typischen Ursachen, warum eine Uhr stehen bleibt.
Mehr erfahren → Kapitel 03Reinigung & Pflege
Demontage, Reinigungsbad, Trocknung und richtiges Ölen - sowie die Pflege, die ein laufendes Uhrwerk jahrzehntelang gesund hält.
Mehr erfahren → Kapitel 04Reparatur-Grundlagen
Wie Räderwerk, Hemmung und Antrieb zusammenspielen - und wie man Fehler systematisch eingrenzt, statt blind zu schrauben.
Mehr erfahren → Kapitel 05Werkzeug & Material
Das Grundwerkzeug des Uhrmachers, vom Federwinder bis zum Pegholz, und welche Öle und Reiniger ans Werk dürfen - und welche nie.
Mehr erfahren → Kapitel 06Fachlexikon
Anker, Unruh, Trieb, Hemmungsrad: die wichtigsten Begriffe der Uhrmacherei kurz und verständlich erklärt.
Mehr erfahren →Das Herz der Uhr
Alles dreht sich um die Hemmung
Die Hemmung ist das Bauteil, das die gespeicherte Energie der Zugfeder oder der Gewichte in gleichmäßige, gezählte Portionen zerlegt. Sie gibt der Uhr ihren Takt - das hörbare Ticken - und entscheidet maßgeblich über die Ganggenauigkeit.
Verschleiß an Anker und Paletten, falsches Eingriffsspiel oder eine Uhr, die „außer Schlag“ läuft, gehören zu den klassischen Reparaturfällen. Wer die Hemmung versteht, versteht die halbe Uhr.
Sicherheit zuerst
Eine gespannte Zugfeder speichert beträchtliche Energie. Löst sie sich unkontrolliert, kann sie Werkzeug wegschleudern und schwere Verletzungen an Fingern und Augen verursachen. Niemals ein Federhaus ohne Federwinder oder ohne kontrolliertes Ablaufenlassen öffnen. Im Zweifel: Finger weg und einen Uhrmacher fragen.